AGB & LIZENZBESTIMMUNGENFOTOGRAF | RETOUCHER PHILIP REICHWEIN

1. Geltung der Geschäftsbedingungen

Lieferungen,Leistungen und Angebote von EIN.ECHTER.REICHWEIN vertreten durch Philip Reichwein (nachfolgend als „Fotograf“ bezeichnet) erfolgen ausschließlich aufgrund dieser Geschäftsbedingungen. Diese AGB gelten im Rahmen der laufenden Geschäftsbeziehung – auch ohne ausdrückliche Einbeziehung – für alle zukünftigen Aufträge, Angebote, Lieferungen und Leistungen des Fotografen.Geschäftsbedingungen des Auftraggebers, die von den nachstehenden Bedingungen abweichen, werden nicht anerkannt. Solche abweichenden Geschäftsbedingungen werden auch dann nicht Vertragsinhalt, wenn der Fotograf ihnen nicht ausdrücklich widerspricht. Abweichende Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien bedürfen zu Ihrer Wirksamkeit der Schriftform. 

2. Leistung des Fotografen

Kostenvoranschläge des Fotografen sind unverbindlich. Kostenerhöhungen sind vom Fotografen anzuzeigen, wenn eine Überschreitung der ursprünglichen Gesamtkosten von mehr als 30% zu erwarten ist. 

Wird beider Auftragsdurchführung die Leistung eines Dritten in Anspruch genommen oder ein Vertrag mit Dritten abgeschlossen, ist der Fotograf bevollmächtigt, die entsprechenden Verpflichtungen im Namen und auf Rechnung des Auftraggebers einzugehen. Die Abrechnung der Leistungen Dritter erfolgt, solange nichts Anderes vereinbart wurde, direkt zwischen dem Dritten und dem Auftraggeber.

ErstellteAufnahmen des Fotografen werden dem Auftraggeber grundsätzlich nicht im Rohdatenformat übergeben. Haben die Vertragsparteien nichts Anderes vereinbart, steht es im Ermessen des Fotografen, das für den jeweiligen Vertragszweck geeignete Datenformat für die zu erstellenden Aufnahmen zu bestimmen.

Der Fotograf ist dem Auftraggeber gegenüber nicht dazu verpflichtet, die erstelltenAufnahmen über das zur Erfüllung der vertraglichen Pflichten hinausgehende Maß zu archivieren oder aufzubewahren. Mit Übergabe der zu erstellenden Aufnahmen geht die Gefahr der Verschlechterung oder des Untergangs vollumfänglich auf denAuftraggeber über.

3. Vergütung

Für dieErstellung von Fotografien wird eine Vergütung als Stundensatz, Tagessatz odervereinbarte Pauschale berechnet. Nebenkosten, wie Reisekosten, Spesen, Modelhonorare, Requisiten, Styling, Locationmiete, Bildbearbeitung, sind vom Auftraggeber zu tragen und werden gesondert durch den Fotografen in Rechnung gestellt. Sämtliche vom Auftraggeber zu entrichtende Vergütungen undNebenkosten sind Nettobeträge zzgl. der MwSt. in ihrer jeweiligen gesetzlichenHöhe. Soweit nicht anders vereinbart verstehen sich die Preise ab Fotostudio.Wünscht der Auftraggeber während oder nach der Fotoproduktion Änderungen, so hat er die entstehenden Mehrkosten zu tragen. Wird die für Aufnahmearbeiten vorgesehene Zeit aus Gründen, die der Fotograf nicht zu vertreten hat, wesentlich überschritten, so ist ein vereinbartes Pauschalhonorar entsprechend zu erhöhen. Ist ein Zeithonorar vereinbart, so erhält der Fotograf auch für dieZeit, um die sich die Aufnahmearbeiten verlängern, den vereinbarten Stunden-und Tagessatz. Das Honorar ist bei der Ablieferung der Bilder bzw. derBilddaten fällig. Wird eine Bildproduktion in Teilen geliefert, ist das entsprechende Teilhonorar jeweils bei Ablieferung eines Teiles fällig.Erstreckt sich die Ausführung eines Auftrages über einen längeren Zeitraum, kann der Fotograf Abschlagszahlungen entsprechend dem erbrachten Zeit- undKostenaufwand in Rechnung stellen.

Kommt esaus Gründen, die nicht im Verantwortungsbereich des Fotografen liegen, nicht zur Durchführung des Auftrages, ist der Fotograf  berechtigt, nachfolgende Beträge von demAuftraggeber zu verlangen:

– Absage durch den Auftraggeber bis zu 5 Arbeitstage vor Abwicklung des Auftrages = 40%der veranschlagten Vergütung

– Absage durch den Auftraggeber bis zu 3 Arbeitstage vor Abwicklung des Auftrages = 60%der veranschlagten Vergütung

– Absage durch den Auftraggeber bis zu bis 1 Arbeitstag vor Abwicklung des Auftrages = 100% der veranschlagten Vergütung

Stellt sich während eines Shootings heraus, dass der Auftraggeber weniger als den gebuchten Zeitaufwand in Anspruch nimmt, bleibt er dennoch zur Zahlung der kompletten vereinbarten Vergütung verpflichtet.

Die Pflicht zur Begleichung der vollen Nebenkosten durch den Auftraggeber sowie die Geltendmachung von weiteren Schäden durch den Fotografen bleibt hiervon unberührt.

4. Übertragung von Nutzungsrechten  / Eigentumsvorbehalt

DerAuftraggeber erwirbt an den in Auftrag gegebenen Bildern die einfachen Nutzungsrechte zum vertraglich festgelegten Zweck und Umfang. Die Übertragung darüber hinausgehender Nutzungsrechte (z.B. räumlich, sachlich oder zeitlich uneingeschränkte Nutzungsrechte) bedarf einer gesonderten Vereinbarung.

Die zu übertragenden Nutzungsrechte, einschließlich aller Retuschen, Composings und anderer Nachbearbeitungen, erwirbt der Auftraggeber erst mit der vollständigen Bezahlung des Honorars und der Erstattung sämtlicher Nebenkosten. BeiFristüberschreitungen behält der Fotograf sich rechtliche Schritte im Sinne desUrheberschutzes vor. Hierdurch können Folgekosten für den Auftraggeber entstehen, insbesondere, wenn er Werke des Fotografen im Zeitraum des Zahlungsverzuges publiziert.

Besteht keine besondere Vereinbarung, wird das Nutzungsrecht für ein Jahr übertragen. Der Fotograf wählt die Bilder aus, die er dem Auftraggeber bei Abschluss derProduktion zur Abnahme vorlegt. Nutzungsrechte werden nur an den Bildern eingeräumt, die der Auftraggeber als vertragsgemäß abnimmt.

DieWeitergabe urheberrechtlicher Nutzungsrechte an Dritte bedarf der schriftlichenZustimmung des Fotografen und ist ohne diese rechtswidrig.

EineNutzung der Bilder ist grundsätzlich nur in der Originalfassung zulässig. DieFotografien sind so originalgetreu wie möglich wiederzugeben. Jede Änderung oder Umgestaltung bedarf der vorherigen Zustimmung des Fotografen.

BeiVerwendung seines Werkes hat der Fotograf den Anspruch, als Urheber genannt zu werden. Bei der digitalen Erfassung bzw. digitalen Übermittlung der Bilder muss der Name des Bildautors mit den Bilddaten verknüpft werden. Bestehende Einträge in den Metadaten müssen erhalten bleiben. Der Fotograf ist berechtigt, alle von ihm erstellten Produkte uneingeschränkt zur Eigenwerbung zu nutzen. DieZweitverwertung von Bildmaterial kann nur vom Fotografen genutzt werden.

5.Rechtsverletzungen / Überschreitung der Nutzungsrechte

JeglicheNutzungen von Bildern des Fotografen durch den Auftraggeber, welche nicht von der Einräumung von Nutzungsrechten seitens des Fotografen gedeckt sind, ist seitens des Auftraggebers nach der jeweils gültigen Fassung derHonorarempfehlung der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) zu honorieren.

DerAuftraggeber verpflichtet sich zudem, für jeden Fall der unberechtigtenVerwendung von Bildmaterial des Fotografen zur Zahlung einer Vertragsstrafe inHöhe des fünffachen des jeweils für die gegenständliche Bildverwendung fälligenBildhonorars.  

Verstößt der Auftraggeber gegen die Verpflichtung zur Nennung des Fotografen nach Ziffer4 dieser Bedingungen, verpflichtet er sich zur Zahlung einer Vertragsstrafe inHöhe von 100 % des jeweils für die gegenständliche Bildverwendung fälligen Bildhonorars.

6. Gewährleistung und Haftung

DerFotograf sowie seine Erfüllungsgehilfen oder gesetzlichen Vertreter haften gegenüber dem Auftraggeber aus der Verletzung von Pflichten, welche keine wesentlichen Vertragspflichten sind, nur bei grob fahrlässigem Handeln oder beiVorsatz. Ausgenommen hiervon sind Ansprüche wegen Verletzung des Lebens, desKörpers, der Gesundheit. Der Ersatz eines etwaigen mittelbaren Schadens ist ausgeschlossen.

DerFotograf verpflichtet sich, bei der Durchführung eines Auftrages größtmöglicheSorgfalt walten zu lassen. Hat der Auftraggeber dem Fotografen keine ausdrücklichen Weisungen hinsichtlich der Gestaltung der Fotografien gegeben, so sind Reklamationen hinsichtlich der Bildauffassung sowie der künstlerisch technischen Gestaltung ausgeschlossen.

ZurAufnahme durch den Auftraggeber überlassene Gegenstände werden mit größtmöglicher Sorgfalt behandelt. Der Auftraggeber verpflichtet sich, diese selbst gegen Verlust, Diebstahl und Beschädigung zu versichern.

DerFotograf übernimmt keine Klärung von Rechten abgebildeter Personen oderGegenstände, es sei denn, es wird ein entsprechend unterzeichnetesRelease-Formular gegenüber dem Auftraggeber vorgelegt. Dem Fotografen werden vom Auftraggeber nur solche Objekte und Vorlagen überlassen, zu derenVerwendung dieser berechtigt ist und die frei von Rechten Dritter sind. DerAuftraggeber hat den Fotografen von Ersatzansprüchen Dritter freizuhalten, die aus der Verletzung dieser Pflicht resultieren.

DerAuftraggeber erklärt, dass er hinsichtlich dem Fotografen zur Erstellung vonAufnahmen oder der Nachbearbeitung von bereits erstellten Aufnahmen übergebenerGegenstände, Bilder oder Bildbestandteile, oder selbst mitgebrachter Modelle, die Klärung sämtlicher in Betracht kommender Rechte für den Fotografenübernommen hat und diesen insoweit von Ansprüchen von Dritter Seite freihalten wird. Hinsichtlich der Übergabe von bereits erstellten Aufnahmen sichert derAuftraggeber insbesondere zu, über das Recht zur Bearbeitung der aufnahmen zu verfügen und dieses auch dem Fotografen einzuräumen.

DerErwerb von Nutzungsrechten über das fotografische Urheberrecht hinaus sowie die Einholung von Veröffentlichungsgenehmigungen bei Sammlungen, Museen etc. obliegt dem Auftraggeber.

Mängelrügendes Auftraggebers müssen schriftlich erfolgen und spätestens zehn Tage nachÜbergabe der Bilder beim Fotografen eingegangen sein. Nach Ablauf dieser Frist gelten die Bilder als vertragsgemäß und mängelfrei abgenommen. Mit Übergabe derBilddaten an den Auftraggeber erlischt für den Fotografen dieAufbewahrungspflicht. Eine Archivierung von Bilddaten durch den Fotografenbedarf einer gesonderten Vereinbarung.

7. Erfüllungsort,Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland als vereinbart, auch bei Lieferungen ins Ausland. Nebenabreden zum Vertrag oder zu diesen AGB bedürfen zu ihrerWirksamkeit der Schriftform. Die etwaige Nichtigkeit bzw. Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieser ABG berührt nicht die Wirksamkeit der übrigenBestimmungen. Die Parteien verpflichten sich, die ungültige Bestimmung durch eine sinn entsprechende wirksame Bestimmung zu ersetzen, die der angestrebten Regelung wirtschaftlich und juristisch am nächsten kommt. Erfüllungsort undGerichtsstand ist  Landshut. Der Fotograf ist jedoch berechtigt, den Auftraggeber an seinem Sitz/Wohnsitz zu belangen.